Zwischen Fläche und Spur
Rohe Acrylflächen treffen auf feine Zeichnung, transparentes Aquarell und goldene Akzente. Material ist bei Mingl nie nur Technik – es trägt Stimmung und Bedeutung.
„Vielleicht beginnt ein Bild dort, wo die Sprache den Mut verliert.“
Mingl arbeitet zwischen Präzision und Intuition. In ihrem Alltag kennt sie das genaue Handwerk, das Wiederholen, das Warten auf den richtigen Moment. Im Atelier darf diese Genauigkeit aufbrechen: Farbe läuft, Flächen reissen auf, Linien bleiben sichtbar und Gold setzt Licht genau dort, wo ein Bild verletzlich wird.
Ihre Arbeiten entstehen mit Acryl, Aquarell, Bleistift, Struktur und Gold. Das Gold ist dabei kein Symbol für Reichtum. Es ist Spur, Licht, Bruch und manchmal eine zweite Haut – etwas, das nicht verdeckt, sondern sichtbar macht.
Mingls Bilder kreisen um Erinnerung, Identität, Natur, Verletzlichkeit und das Verborgene unter einer sichtbaren Oberfläche. Sie suchen nicht das Gefällige. Sie dürfen schön sein, aber auch stören, Fragen offenlassen und einem noch folgen, wenn man längst weitergegangen ist.
Rohe Acrylflächen treffen auf feine Zeichnung, transparentes Aquarell und goldene Akzente. Material ist bei Mingl nie nur Technik – es trägt Stimmung und Bedeutung.
Präzision und Geduld gehören zu Mingls Hintergrund. In der Malerei werden daraus Freiheit, Risiko und ein bewusstes Zulassen von Zufall. Genau in dieser Spannung entsteht ihre Bildsprache.
Ein Gesicht, ein Tier, eine Landschaft oder eine Erinnerung sind selten nur Motiv. Entscheidend ist, was darunter liegt: Nähe, Verlust, Mut, Sehnsucht, Wandel – das, was sich nicht sofort erklären lässt.